Musikalischer Lebenslauf

Der deutsche Bassist Dirk Aleschus wurde in Neubrandenburg, dem heutigen Vorpommern, geboren.

Neben seinem erlernten Beruf des Veterinärtechnikers vergaß er nie seine Berufung zur Musik. Er setzte seine schon zu Schulzeiten begonnene musikalische und sängerische Ausbildung im stimmtechnischen und szenischen Unterricht bei Frau Prof. Marianne Fischer-Kupfer sowie während seines ersten Festengagements am Landestheater Innsbruck bei Frau Professorin KS Brigitte Fassbaender fort.

Seine aktuellen Partien studiert er bei und mit Herrn Professor KS Kurt Moll.

Dirk Aleschus debütierte als Gast u. a. unter der Leitung von Stephan Blüher als Sarastro („Die Zauberflöte“), als Osmin („Entführung aus dem Serail“) und Falstaff („Die lustigen Weiber von Windsor“) in Annaberg-Buchholz.

Sein Repertoire umfasst u. a. auch Baron Ochs von Lerchenau („ Der Rosenkavalier“), Daland („Der Fliegende Holländer“), Landgraf („Tannhäuser“), Fafner („Rheingold“), („Siegfried“), Rocco („Fidelio“), Banquo („Macbeth“), van Bett („Zar und Zimmermann“), Gremin („Eugen Onegin“), Basilio („Barbier von Sevilla“), Komtur („Don Giovanni“) sowie Kaspar und Der Eremit („Der Freischütz“).

Gastspiele führten ihn unter anderem nach Köln, Berlin, Danzig und St. Petersburg. Einen großen persönlichen Erfolg hatte er in der Stiftsruine in Bad Hersfeld mit Rolle des „van Bett“ in Lortzings Spieloper „Zar und Zimmermann“, für deren Verkörperung er mit dem Opernpreis sowie mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.

Überregional große Beachtung und sensationellen Erfolg hatte Dirk Aleschus 2009/10 bei seinem Debüt an der Wiener Volksoper in der Rolle der Köchin in Prokofjew („Die Liebe zu den drei Orangen“), wo er auch als Mesner („Tosca“) in Erscheinung trat.

2010 gastierte er im Sommer als Daland („Der Fliegende Holländer“) und Sarastro („Die Zauberflöte“) bei den Tiroler Festspielen Erl unter der Leitung von Gustav Kuhn, wo er bereits seit 2009 regelmäßig Gast ist. Im Herbst des Jahres gab Aleschus sein höchst erfolgreiches Debüt am Opernhaus Zürich als Eremit (“Der Freischütz“) und kehrte für die NP „Der Mantel“ an die Wiener Volksoper zurück.

Der Festspielsommer 2011 beinhaltete u.a. Commendatore („Don Giovanni) bei den Opernfestspielen St. Margarethen, in der Spielzeit 2011-12 war er Ensemblemitglied des Landestheater Detmold, wo er u.a. als Bartolo (Hochzeit des Figaro), als Fafner sowie Fasolt (Rheingold, Siegfried), Hunding (Die Walküre) und als Titurel (Parsifal) sowie als Baculus in „Der Wildschütz“ zu hören war. 2012 gastierte Dirk Aleschus darüber hinaus erfolgreich am Theater Freiburg als Sarastro und war als Marchese di Calatrava in der NP „Forza del destino“ an der Oper Köln zu hören.

2013 hatte er großen Erfolg als Fafner in einer Konzertserie von Wagners „Das Rheingold“ unter Kirill Petrenko an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom.

Engagements der Spielzeit 2013/14 umfassen u.a den König in Schrekers „Der Schatzgräber“ beim renommierten Brucknerfest in Linz. Des weiteren wirkt Dirk Aleschus als Fafner in „Siegfried“ und „Das Rheingold“ in der NP von Wagners „Ring des Nibelungen“ am Anhaltischen Theater Dessau mit. Darüber hinaus steht Daland in Wagners „Der fliegende Holländer“ am Buryat State Academic Theatre of Opera and Ballet in Ulan-Ude, Gurnemanz („Parsifal“) in Poznan sowie Hagen („Ring an einem Abend“) und Fasolt („Das Rheingold“) am Neuen Musiktheater am Volksgarten in Linz auf dem Programm. 2014 gastiert Dirk Aleschus u.a. erneut an der Oper Köln, wo er in einer NP von Webers „Der Freischütz“ zu erleben sein wird.

Dem Salzburger Festspielpublikum durfte sich Dirk Aleschus im Sommer 2013 als Hans Schwarz in Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ unter Danielle Gatti in der Inszenierung von Stefan Herheim vorstellen. Im Sommer 2014 wird er bei den Salzburger Festspielen in der Produktion „Der Rosenkavalier“ unter Franz Welser-Möst in der Inszenierung von Harry Kupfer die Partie des Notar übernehmen und die Rolle des Baron von Ochs covern.

Im Oktober 2014 feiert die Produktion "Der Rosenkavalier" unter der Stabführung von Stefan Solyom am Deutschen Nationaltheater Weimar Premiere. Hier verkörpert Dirk Aleschus die Rolle des "Baron Ochs von Lerchenau". Regie führt Vera Nemirova. Desweiteren ist Dirk Aleschus in der Spielzeit 2014/2015 erneut in Dessau für die Basspartien im "Ring des Nibelungen" als Gast zu erleben.